Fritz Hagl ist am 17 August 1928 in M?nchen geboren. Bis zu seinem 14ten Lebensjahr lebte er dort, dann ?bersiedelte seine Familie nach Garmisch-Partenkirchen. Er erlernte das Malerhandwerk und arbeitete immer wieder mit dem damals bekanntesten ?L?ftlmaler? Heinrich Bickel. Er lernte handwerklich viel von ihm, vor allem Freskotechnik. In der schweren Nachkriegszeit unterst?tzte er mit seiner Malerei die Familie (drei Geschwister und Mutter) w?hrend der Vater in russischer Gefangenschaft war.
1949 bis 1950 besuchte er die M?nchener Akademie der Bildenden K?nste beim Professor Hans G?tt. Aus der Zeit stammen Kollegen und Freunde zu denen er bis zuletzt Kontakt hatte.
Zwischen 1951 und 1954 entstanden viele seiner Portraits. Ab 1954 bezog er ein Atelier in M?nchen-Schwabing. In dieser Zeit lernte er seine zuk?nftige Frau kennen. Mit ihr zusammen fuhr er auf eine Kulturreise nach Italien. Auf dem R?ckweg, machten sie auf der Insel Elba Station, entdeckten die bezaubernde Insel, und beschlossen seinen Jugendtraum zu verwirklichen und auf Elba zu bleiben: nach dem alten chinesischen Spruch: ?Das eigene Haus bauen, einen Baum pflanzen und eine Familie gr?nden?.
Er baute in drei Jahren ein Haus, legte einen gro?en Garten an. Als seine beiden T?chter etwas gr??er waren, schaffte er auch noch Tiere an (H?hner, Kaninchen, Enten, Pfauen, Tauben).
Das harmonische Leben in dieser Umgebung war f?r ihn unentbehrlich geworden und war von gro?er Wichtigkeit f?r sein Schaffen. Er hatte eine starke Beziehung zum Meer und kaufte sich ein Boot mit dem er seine geliebten Felsenstrukturen studieren konnte. Die fremde mediterrane Welt war lebenslang die Herausforderung, die ihn zum Sch?pferischen Tun anregte.
Ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens war klassische Musik, Jazz und jede andere Art guter Musik. Seine Schwester Ingrid Sertso, die Jazz S?ngerin ist, kam mit ihrem Mann Karl Berger, der die ?Creative Music Foundation? in Woodstock gr?ndete, oft zu Besuch. Sein Bruder Klaus, der Schlagzeuger ist und lange in Paris mit Namhaften Jazzmusikern arbeitete, war inzwischen auf die Insel gezogen und so entstand im Sommer ein reges musikalisches Leben. F?r Fritz und seine Malerei war Musik unentbehrlich geworden. Er hatte schon immer ein ausgepr?gtes Empfinden f?r Rhythmik und nach einem Nachmittag des Malens, setzte er sich gerne an die Trommeln oder zupfte die afrikanische Sansa. Mit Karl Berger kamen oft bekannte Musiker wie z.B. Steve Lacy, Dave Holland, Fr?d?ric Csewski, Butch Morris, Gerd Dudek u.s.w. auf die Insel. Dadurch gab es f?r den Maler eine Menge musikalischer Anregungen.
Fritz Hagl hatte die Chance eines erf?llten Daseins und die M?glichkeit, viele Leute an seinem Leben teilhaben zu lassen. Selbst nach seinem Tode im Januar 2002 war sein Charisma so stark, da? sein Haus nichts an Anziehung verlor. Vielen wird er auf ewig unvergesslich bleiben.